Umlenkung abschmieren

Umlenkung und Schwinge haben Nadellager, die sehr langlebig sind  - ein Glück, denn eins der sechs Lager in der exotischen Größe 17,5x24,5x22 mm kostet knapp 40€ - mal ganz abgesehen davon, das zum Auspressen eine hydraulische Presse nötig ist.


Man sollte also Schwinge und Umlenkung regelmässig abschmieren - bei der  88er Dominator noch einfach, denn sie hatte bekanntlich Schmiernippel.  Aber auch hier gibt es Fallsstricke. Zum einen sollte man es mit der Fettpresse nicht übertreiben - hier wurden die Dichtringe teilweise durch den Druck herausgepreßt.


Und das Lager des unteren Federbeinauges hat keinen Schmienippel - die Buchse hat daher bei gebrauchten Umlenkungen fast immer Fresspuren. Ausgerechnet diese Buchse ist in den Ersatzteillisten nicht aufgeführt - zum Glück hat kann man die identische Buchse der Transalp mit der OEM Nummer 52464-MN9-000 verwenden,.

Da auch die Umlenkung meist mehr oder weniger stark angerostet ist bietet sich eine Neulackierung an. Das beliebte Kunststoffbeschichten hat den Vorteil, das die Oberfläche glatter wird und sich so leichter sauber halten läßt. Vor dem nötigen Sandstrahlen sollte man die Dichtringe und Nadeln entfernen, alles gut entfetten und die Öffnungen mit Schrauben und Beilagscheiben verschliessen, damit kein Strahlgut die Buchsen beschädigen kann.

Möchte man die orginale, gussrauhe Oberfläche erhalten bietet sich die Behandlung mit einem Rostumwandler wie zum Beispiel Fertan an - danach kann mit Honda  NH146M accurate silver lackiert werden. Beim Zusammenbauen auch die Bolzen etwas einfetten (Gewinde auslassen) - sie rosten sonst gerne auf den Buchsen fest.


Zum Anziehen der Verbindungen unbedingt einen Drehmomentschlüssel verwenden  - die Muttern der Umlenkung sind mit 45nm und die Schwingenachse mit 110nm anzuziehen.